Zeitschriftenpreis für die Pferderevue

Ein Artikel von STS | PS (bearbeitet für av-medien.at) | 15.11.2019 - 21:36
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Am Donnerstag wurde zum 37. Mal der Österreichische Zeitschriftenpreis vergeben, zu den Preisträgern in sechs Kategorien gehörte auch Pferderevue-Chefredakteurin Eva Morawetz, die die Auszeichnung bereits zum vierten Mal in ihrer Karriere entgegennehmen durfte.
© ÖZV Katharina Schiffl

Am 14. November wurden im Ringturm der Vienna Insurance Group bereits zum 37. Mal Journalistinnen und Journalisten mit dem Österreichischen Zeitschriftenpreis ausgezeichnet. Mit dem Preis prämiert der Österreichische Zeitschriften- und Fachmedienverband (ÖZV) seit 1983 besonders gelungene journalistische Arbeiten. Bereits zum vierten Mal durfte bei dieser Gelegenheit Pferderevue-Chefredakteurin Mag. Eva Morawetz die begehrte Trophäe entgegennehmen – diesmal war es ihr Beitrag „Die Ross lassen di net im Stich“, der in der Kategorie Umwelt, Jagd und Natur die Fachjury überzeugte und den Sieg davontrug.

Im Sommer 2018 hatte Morawetz den oberösterreichischen Landwirt Wolfgang Ehmeier auf seinem Hof in Oftering besucht und ihn einen Tag lang bei seiner Arbeit begleitet. Das Besondere dabei: Ehmeier verzichtet auf seinem Hof gänzlich auf Maschinen, Arbeiten, die andernorts Traktoren und Erntemaschinen verrichten, werden dort mit der Kraft von Norikerpferden erledigt.

Vor zwölf Jahren war Ehmeier einer der ersten, die in Österreich wieder ernsthaft Landwirtschaft mit Pferden betreiben – heute gilt er als Experte auf diesem Gebiet. Sein Wissen gibt er an andere weiter, die ebenfalls auf echte Horse-Power setzen wollen. Und die Nachfrage ist groß. „Was auf den ersten Blick wie ein Rückschritt anmutet, ist genau genommen ein Fortschritt – ein Fortschritt weg von einer industrialisierten Landwirtschaft, hin zu einem Arbeiten mit und nicht gegen die Natur. Es hat mich sehr berührt, wie Wolfgang mit seinen Pferden arbeitet, wie befriedigend und sinnstiftend er seinen Alltag erlebt. Das ist meines Erachtens beispielgebend und inspirierend über die Landwirtschaft hinaus“, so Eva Morawetz.

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Für ihren Artikel „Die Ross lassen di net im Stich“  in der Pferderevue wurde Eva Morawetz mit dem Österreichischen Zeitschriftenpreis in der Kategorie Umwelt, Jagd und Natur ausgezeichnet. Überreicht wurde der Preis von ÖZV-Präsidentin Claudia Gradwohl und Universitätsprofessor DDr. Matthias Karmasin, der auch die Laudatio hielt. © Katharina Schiffl

Seit April 1991 schreibt die gebürtige Südtirolerin für die Pferderevue, seit Juli 2006 ist sie Chefredakteurin des Magazins. Schon zuvor war Eva Morawetz mit dem Österreichischen Zeitschriftenpreis ausgezeichnet worden. Nach dem ersten im Jahr 1994 für ihre Reportage über den Palio in Siena folgten 1999 und 2002 zwei weitere Auszeichnungen für die Artikel „Therapeutisches Reiten in Österreich“ (gemeinsam mit dem gesamten Redaktionsteam) und „Kommen die Klonpferde?“.

Insgesamt wurden heuer aus über 70 Einreichungen sechs SiegerInnen prämiert: neben Eva Morawetz Rainer Seebacher in der Kategorie Politik und Wirtschaft für den Beitrag „Die Verkettung der Welt“ in der Zeitschrift update, in der Kategorie Lifestyle, Gesundheit und Soziale Verantwortung Eja Kapeller für ihre Reportage „Im toten Winkel“ im Magazin WIENERIN, in der Kategorie Wissenschaft, Technik und Forschung Martin Kugler für seinen Beitrag „Bits&Bytes im Stall und auf dem Acker“ im UNIVERSUM Magazin sowie der Verein Steirisches Volksliedwerk für die Quartalszeitschrift „Der Vierzeiler – Zeitschrift für Musik, Kultur & Volksleben“ in der Kategorie Corporate Publishing. Der Dr.-Rudolf-Bohmann-Nachwuchspreis ging an Michaela Neubauer für ihre Veröffentlichung im Magazin „Gesund & Leben“.

Ein Video zur Preisverleihung gibt's hier und hier.

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© Alessandra Sarti

Den Siegerartikel zum Nachlesen

Den preisgekrönten Artikel von Mag. Eva Morawetz "Die Ross lassen die ned in Stich", erschienen in der Pferderevue September 2018, können Sie hier lesen.